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Xanten ist seit 10 Jahren Teil der Fairen Metropole Ruhr

Veröffentlicht am 07.09.2023

UrkundenübergabeP r e s s e i n f o r m a t i o n

  

Xanten ist seit 10 Jahren Teil der Fairen Metropole Ruhr

 

Am 23. August 2023 feierten der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Faire Metropole Ruhr ein besonderes Jubiläum: Bereits vor zehn Jahren erhielt die Metropole Ruhr von Fairtrade Deutschland die Auszeichnung „Faire Metropole Ruhr“ als erste Faire Großregion überhaupt weltweit. Die Stadt Xanten, die im vergangenen Jahr das 10-jährige Jubiläum als Fairtrade-Stadt feierte, ist Teil der Fairen Metropole Ruhr. Die Vielzahl von Aktionen, die den Titel „Fairtrade-Stadt“ in den letzten zehn Jahren mit Leben erfüllten, war nur dank der tatkräftigen Unterstützung und des unermüdlichen Einsatzes der örtlichen Fairtrade-Steuerungsgruppe möglich. Der Steuerungsgruppe gehören derzeit Vertreterinnen und Vertreter der Eine-Welt-Gruppe Xanten, der Kolpingsfamilie Xanten, des Weltladens, der Fairtrade-Schools Marienschule Xanten, Willi-Fährmann-Gesamtschule und Städtisches Stiftsgymnasium, der Politik, der Stadtverwaltung sowie der Bürgermeister der Stadt Xanten an. Die Steuerungsgruppe koordiniert die Fairtrade-Aktivitäten in Xanten. Aus Xanten nahmen Anette Artz (Weltladen Xanten) und Dr. Wolfgang Schneider (Eine-Welt-Gruppe Xanten) als Mitglieder der Steuerungsgruppe sowie Bürgermeister Thomas Görtz an der Jubiläumsfeier teil.

In ihrer Begrüßung hob Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des RVR, hervor: „Mit dem Fairen Handel in der Metropole Ruhr setzen wir ein Zeichen für eine Welt, in der Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit keine leeren Versprechen bleiben. Das Netzwerk Faire Metropole Ruhr ist ein bedeutender Impulsgeber für die faire Entwicklung des Ruhrgebietes. Der Regionalverband Ruhr wird das Netzwerk bei seiner Arbeit tatkräftig unterstützen.“

Als Schirmherr der Fairen Metropole Ruhr führte die Reporterlegende Manni Breuckmann charmant durch die Feier und begrüßte zahlreiche (Ober-)bürgermeister*innen und Vertreter*innen der Verwaltungsleitungen, die der Einladung des RVR gefolgt waren und die Gelegenheit für intensive Gespräche nutzten.

Josef Hovenjürgen, der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Fairen Metropole Ruhr.“ „Die Faire Metropole Ruhr ist ein Vorbild für den Einsatz der kommunalen Familie für eine gerechtere Welt – im Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.“

Seit über einem Jahrzehnt engagiert sich die Faire Metropole Ruhr in der Region, um den Fairen Handel und die faire öffentliche Beschaffung in den Kommunen des Ruhrgebiets zu stärken. Ein wichtiges Instrument für die erfolgreiche Arbeit ist die Charta Faire Metropole Ruhr 2030, die das Netzwerk aus kommunalen, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen als gemeinsame „Fairfassung“ für das Ruhrgebiet geschaffen hat. Immer mehr Kommunen wie Dortmund, Essen oder Schwerte haben die Charta in Ratsbeschlüssen beschlossen und setzen so ihr Engagement für eine bessere Welt in Taten um.

Die Charta sowie die gesamte Arbeit der Fairen Metropole Ruhr beruht auf den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (kurz SDGs) sowie auf den internationalen Prinzipien des Fairen Handels. Katja Carson, Vorständin von Fairtrade Deutschland, betonte in ihrer Laudatio:

„Der faire Handel gewinnt durch die Vernetzung über die Stadtgrenzen hinaus. Und auch auf anderer Ebene profitieren die Aktiven und Kommunen durch die Zusammenarbeit: Wer beim fairen Handel an einem Strang zieht, stößt oft noch mehr gemeinsame Projekte für die eigene Kommune an. Die Fairtrade-Community lebt von diesem Engagement.“

Das Netzwerk Faire Metropole Ruhr und der RVR sind entschlossen, das Ruhrgebiet in Zukunft gemeinsam fair zu gestalten. Die Vision ist klar: Globale Verantwortung sowie öffentlicher Einkauf unter Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten entlang der Lieferkette sind dann oberste Priorität in den Rathäusern und Unternehmenszentralen der Fairen Metropole Ruhr.

Das Netzwerk Faire Metropole Ruhr hat in den letzten zehn Jahren bereits viel erreicht: alle Kommunen im Ruhrgebiet haben sich 2010 verpflichtet keine Produkte mehr zu beschaffen, in denen ausbeuterische Kinderarbeit steckt, mehr als 30 Kommunen haben den fairen Städtekaffee „Pottkaffee“ im Sortiment, über 4,8 Millionen Menschen leben in einer der 39 Fairtrade Towns oder einem der beiden Fairtrade Kreise und es gibt über 50 Fairtrade Schools und mehr als 220 Faire Kitas. Dies sind nur einige Beispiele des vielfältigen Engagements.

Die Arbeit des Netzwerks wird von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) der Engagement Global gGmbH mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Die Feier zum zehnjährigen Jubiläum der Fairen Metropole Ruhr war ein Anlass, die bisherigen Erfolge zu würdigen und den Blick in eine Zukunft zu richten, in der Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Fairness weiterhin zentrale Anliegen bleiben.

Ein Foto von der Urkundenverleihung an die Stadt Xanten ist beigefügt. Es sind folgende Personen abgebildet (von links): Manni Breuckmann (Schirmherr), Josef Hovenjürgen (Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen), Karola Geiß-Netthövel (Regionaldirektorin RVR), Thomas Görtz (Bürgermeister der Stadt Xanten), Markus Heißler (Vorstand Faire Metropole Ruhr), Anette Artz (Weltladen Xanten), Vera Dwors (Vorstand Faire Metropole Ruhr), Dr. Wolfgang Schneider (Eine-Welt-Gruppe Xanten), Katja Carson (Vorständin Fairtrade Deutschland)

(Fotonachweis: © Bettina Steinacher/Faire Metropole Ruhr)

Xanten, 06.09.2023

gez.:

Thomas Görtz

Bürgermeister